Unterschiede PPL gegenüber LAPL Vor- und Nachteile

LAPL Leichtflugzeuglizenz

Vorteile

  • Geringere Anforderungen bzgl. Medizinischer Tauglichkeit und Untersuchungsintervalle
  • Die Lizenz ist in ganz Europa gültig
  • Zur Verlängerung können die Flugzeiten innerhalb der letzten 24 Monate angerechnet werden
  • Fehlende Flugzeiten zur Verlängerung können mit Fluglehrer oder Solo mit Flugauftrag geflogen werden
  • Erweiterung auf PPL einfach möglich
  • Geringere Pflichtstunden zur Ausbildung (30 Flugstunden vs 45 beim PPL)

PPL Privatpilotenlizenz

Vorteile

  • Keine Gewichtsbeschränkung auf maximal 2to Abfluggewicht wie beim LAPL
  • Mehr Ratings wie zb Instrumentenflug (IFR), Mehrmotorige Flugzeuge (MEP), Lehrberechtigung, etc. möglich
  • festes Ablaufdatum zur Verlängerung (daher besser planbar/übersichtlicher)
  • Keine Beschränkung bei Anzahl der Passagiere
  • Weltweit gültig (gut für den Fliegerurlaub in Kanada ;-)

LAPL Leichtflugzeuglizenz

Nachteile

  • Es darf nur mit 3 Passagieren geflogen werden (auch wenn man zB 6-sitzer durchaus fliegen darf, man darf sie mit dem LAPL nur nicht voll besetzten)
  • Die Lizenz hat außerhalb der EU keine Gültigkeit ( z.B. Marokko, USA, Südafrika, Kanada usw. )
  • Es gibt ein kein festes Ablaufdatum der Klassenberechtigungen – prüfen der Ausübungsvoraussetzungen vor jedem Flug notwendig
  • Instrumentenflug (IFR) ist nicht möglich
  • Lehrberechtigung (Fluglehrer) ist auf dem LAPL nicht möglich
  • Es dürfen nur einmotorige Flugzeuge (SEP) bis maximal 2 Tonnen geflogen werden
  • Bevor man Passagiere mitnehmen darf, muss der LAPL-Inhaber zunächst 10 Stunden alleine fliegen

PPL Privatpilotenlizenz

Nachteile

  • Etwas höhere Anforderungen an die medizinische Tauglichkeit
  • Die Verlängerungskriterien müssen in den letzten 12 Monaten vor Verlängerung erflogen werden
  • Sollte man mal seine Flugzeiten zur Verlängerung nicht erreichen können diese nicht mit Flugauftrag erflogen werden, sondern nur mit Lehrer
Cirrus SR20, ein typisches Luftfahrzeug, welches mit PPL oder LAPL geflogen werden darf.
Mit dem LAPL oder dem PPL bewegen sie als Pilot-in-Command (PIC) die typischen 2 bis 6-sitzigen Motorflugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt wie zum Beispiel diese Cirrus SR20.

Unterschiede der Motorfluglizenzen gegenüber der UL-Lizenz

Ultraleichflugzeuglizenz nationale Sportpilotenlizenz
  • Schon der LAPL erlaubt das Fliegen in Flugzeugen mit mehr als zwei Sitzen. Das ist wegen der Gewichtsbeschränkung (maximales Abfluggewicht 600kg) mit Ultraleichtflugzeugen nicht möglich. Diese sind auf maximal 2 Sitze beschränkt.
  • Die UL-Lizenz ist eine rein Nationale. Nur in Deutschland registrierte Luftsportgeräte dürfen mit der deutschen UL-Lizenz geflogen werden (Allerdings erlauben viele Länder den Einflug deutscher Luftsportgeräte).
  • Inhaber einer LAPL oder PPL benötigen lediglich eine Einweisung um eine Ultraleichtflugzeuglizenz zu bekommen.
  • In die andere Richtung funktioniert das nicht, auch erfahrene UL-Lizenzinhaber müssen zum Erwerb des LAPL oder PPL die komplette Ausbildung zum PPL oder LAPL durchlaufen.